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30.06.10 10:22 Alter: 67 days
GelbfieberWarum verlangen Staaten des Äquatorialgürtels den Nachweis einer Impfung gegen Gelbfieber?Fast alle westafrikanischen Länder, Elfenbeinküste (Côte d’Ivoire), Benin, DR Kongo und viele andere schreiben bei der Visa-Beantragung den Nachweis einer Impfung gegen Gelbfieber vor. Weil viele Kunden uns nach dem Grund für diese Vorschrift fragen, geben wir Ihnen hier Informationen zu dieser gefährlichen Erkrankung:
Das Gelbfieber ist eine Viruserkrankung, die durch Stechmücken übertragen wird. Das Virus kommt auf dem afrikanischen wie auch dem amerikanischen Kontinent in einem breiten Gürtel entlang des Äquators vor. Im Verlauf der Krankheit können Leber und Nieren stark geschädigt werden.Aedes aegypti: Überträger von Gelbfieber in Afrika © CDC/ James Gathany (public domain) Quelle: Novartis Behring, 35041 Marburg Das Gelbfiebervirus gehört zur Familie der Flaviviren und ist für große Epidemien in Afrika und Amerika verantwortlich. Eine Infektion kann sowohl leichte Symptome aber auch den Tod zur Folge haben. Das "Gelb" im Namen erklärt sich durch die Gelbsucht, die bei einigen Infizierten auftritt. ÜbertragungÜbertragen wird das Gelbfieber durch Stechmücken hauptsächlich an Menschen und Affen. Infizierte Mücken "vererben" die Gelbfieberviren aber auch über die Eier an ihre Nachkommen und bilden somit das eigentliche Reservoir der Infektion. Jahr für Jahr kommt es somit erneut zur Verbreitung der Viren. Gelbfieber kann sich unterschiedlich stark ausbreiten. Während beim sogenannten "Busch- oder Dschungel-Gelbfieber" nur Einzelpersonen betroffen sind, kann es in Gebieten mit hoher Bevölkerungsdichte auch zu großen Epidemien kommen, dann spricht man vom "Stadt-Gelbfieber". KrankheitsverlaufNach einer Inkubationszeit von 3 bis 6 Tagen leidet der Gelbfieber-Infizierte plötzlich an Fieber, Muskel- (u.a. Rückenschmerzen) und Kopfschmerzen, Schüttelfrost sowie Übelkeit und Erbrechen. Nach 3 bis 4 Tagen erholen sich die meisten Patienten. Allerdings kommt es bei etwa 15 % der Infizierten zur toxischen Phase der Erkrankung. Es folgt ein zweiter Fieberschub und verschiedene Organe sind jetzt von der Infektion betroffen. So erkrankt der Patient an einer Leberentzündung und die Nierenfunktion wird beeinträchtigt. Es kann zum Erbrechen von Blut sowie zu Darmblutungen kommen. Etwa 10 % bis 20 % der Gelbfieber-Patienten, bei Epidemien sogar bis zu 60 %, sterben in der zweiten Krankheitswoche an Nieren- oder Leberversagen. Eine überstandene Krankheit, hat in der Regel keine schweren, bleibenden Schäden an den Organen zur Folge und erzeugt eine lebenslange Immunität. ImpfungObwohl seit über 60 Jahren eine wirksame Impfung zur Verfügung steht, ist nach Angaben der WHO die Zahl der infizierten Personen in den letzten zwei Jahrzehnten angestiegen und Gelbfieber wieder ein ernstes Gesundheitsproblem. Aufgrund möglicher schwerer Verläufe der Infektion wird eine Gelbfieber-Impfung allen Reisenden empfohlen, die Endemiegebiete oder als Infektionsgebiet geltende Regionen besuchen. Einige Länder, darunter zahlreiche asiatische, aber auch europäische, verlangen die Impfung bei der Einreise aus Infektionsgebieten, um die Einschleppung in ihr Land zu verhindern. Mehr zur Impfung und den einzuhaltenden Abständen lesen Sie unter: VerbreitungDie derzeitigen Verbreitungsgebiete des Gelbfiebers sind das tropische Afrika (vom 15. nördlichen bis 10. südlichen Breitengrad) und das tropische Mittel- und Südamerika (vom 20. nördlichen bis 40. südlichen Breitengrad).
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